14.10.2025
Wie sichtbar ist Care-Arbeit im Stadtbild?
Wie sichtbar ist Care-Arbeit im Stadtbild? Und wie könnte eine Stadt aussehen, die auf Care, urbaner Teilhabe und Kollektivität basiert? Die künstlerisch-forschende Intervention „Care and the City“ verwandelt das Domshof-Forum in der Bremer Innenstadt vom 16. bis 18. Oktober (täglich 10 bis 18 Uhr) in einen Care-Raum. Veranstaltet wird „Care and the City“ vom Collective Care Lab, ein CLOSEUP Bremen-Medienstipendium gefördertes Projekt.
Öffentlicher und temporärer Care-Raum am Domshof
Zwischen künstlerischer Installation, Workshops, Performance, Vortrag und Gespräch entstehen Prototypen fürsorglicher Stadträume. Es finden Ausstellung, künstlerische Intervention, Talks, Workshops und Networking sowie Kinderkonzert und DJ-Musik statt. Der Eintritt ist frei.
Was braucht eine Großstadt?
Im Zentrum steht die Frage, wie eine (Innen-)Stadt aussieht, in der Sorge-Arbeit Raum bekommt. Das Collective Care Lab zeigt am Domshof, was Eltern, pflegende Angehörige und Senior*innen im Zentrum einer Großstadt brauchen – und wie Bremen derzeit auf diese Bedürfnisse reagiert. Geplant sind neben Videoinstallation, Workshops, Musik und Austausch auch Ruhezonen zum Wickeln, Stillen und Durchatmen.
Zudem gibt es kurze Performance-Beiträge als Rückerinnerung an die sogenannten Ottilien der Bremer Frauenrechtlerin Ottilie Hoffmann, die schon in den 1920er Jahren feministisch inspirierte Abstinenzhäuser schuf.
Sorgearbeit sichtbar machen
Als temporäre, künstlerische Intervention verwandelt sich das Uni-Forum am Domshof für drei Tage lang in eine Care-Landschaft als kinderfreundlicher und offener Raum für Versorgung, Austausch und Begegnung. Gestaltet wird er vom Collective Care Lab, einem Kollektiv, das zu Sorge-Arbeit und deren Zugänglichkeit und Sichtbarkeit in der Bremer Innenstadt forscht und (künstlerisch) arbeitet.
Breite Kooperationen in der Stadt Bremen
Für das Format kooperiert das Collective Care Lab mit dem Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender der Universität Bremen, der Hochschule für Künste Bremen, dem Projektbüro Innenstadt Bremen und dem familiennetz bremen. Gefördert wird das vielseitige Programm durch das Close-Up Medienstipendium von nordmedia, Radio Bremen und der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation.
Programm
Drei Tage voller Austausch, Kunst, Workshops, Musik und Gespräche rund um Fürsorge, Stadt und Gemeinschaft.
Das vollständige kostenfreie Programm findet ihr auf dem Instagram-Account des Projekts. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Donnerstag, 16.10.2025
Vernissage
- 10-12 Uhr: Workshop mit Sonja Jahn, systemische Therapeutin
- 13-15 Uhr: Workshop mit Clara Alisch
Freitag, 17.10.2025
Care-Forum „Zwischen Theorie & Alltag“
- 10-14 Uhr: Austausch zu Care-Arbeit, Stadtentwicklung & kollektiver Praxis. Ein geteilter Denkraum für Zuhören, Sprechen, Erinnern und Weiterdenken. Wie kann eine fürsorglichere Stadt aussehen? Mit Beiträgen von Clara Alisch, Dr. Rosanna Umbach, Sonja Broy, Lisa Marie Zander
- 16 Uhr: Kinderkonzert mit DerDieDasSammy (Singer-Songwriter für Kindermusik)
Samstag, 18.10.2025
Finissage
- 11-13 Uhr: Care Talks mit Sandra Lachmann (Content Creator)
- 16 Uhr: Dance Set – von Eszter Dóra Forgács aka Kasimir (Künstlerin und DJane)
